Was hat eine Opernproduktion mit Mediengestaltung zu tun? Dieser Frage gehen die Schülerinnen und Schüler derzeit im Rahmen eines besonderen Projekts nach. In dieser Spielzeit zeigen die Wuppertaler Bühnen die Oper „The Lodger“ von Phyllis Tate nach dem gleichnamigen Roman von Marie Adelaide Belloc Lowndes. Die Geschichte beschäftigt sich mit der Figur „Jack the Ripper“.
Die Wuppertaler Bühnen – vertreten durch die Theaterpädagoginnen Maria Stanke und Sophie Künnecke – haben unsere Klasse eingeladen, den Entstehungsprozess einer Opernproduktion kennenzulernen. Bei einem ersten Treffen im Opernhaus erhielten wir spannende Einblicke in die Produktionsarbeit. In einem Gespräch mit der Produktionsleiterin Marie Robert, der Opernintendantin Rebekah Rota sowie den Theaterpädagoginnen wurde erläutert, wie eine Oper entsteht, welche Schritte notwendig sind und welche unterschiedlichen Gewerke an einer solchen Produktion beteiligt sind. Dabei ging es auch um die verschiedenen Aufgaben und Berufsfelder hinter den Kulissen.
Besonders interessant für unsere angehenden Gestaltungstechnischen Assistentinnen ist die Arbeit im Bereich Bühnen- sowie Licht- und Videodesign. Für diese Produktion arbeitet der amerikanische Licht- und Videodesigner Ian MacIntosh an einer aufwendigen Videoinstallation. Diese wird eine zentrale Rolle auf der Bühne spielen und verspricht ein beeindruckendes Zusammenspiel von Projektion, Licht und Film. Für die Schülerinnen und Schüler eröffnet sich damit die Möglichkeit zu erfahren, wie digitale Medien und Bühnentechnik in einer Opernproduktion eingesetzt werden.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch im Malersaal. Dort wurden wir von der leitenden Bühnenbildnerin und ihrem Kollegen durch die Werkstätten geführt. Modelle und fertige Bühnenelemente konnten miteinander verglichen werden, und die Arbeitsprozesse von der ersten Idee bis zur Umsetzung wurden anschaulich erklärt. Dabei erhielten wir Einblicke in verschiedene Maltechniken und in die praktische Umsetzung von Bühnenbildentwürfen. Alle Fragen der Schülerinnen und Schüler wurden ausführlich und geduldig beantwortet.
In den Osterferien werden einige der Schülerinnen Proben besuchen und sich die Licht- und Videotechnik vor Ort genauer ansehen. Außerdem freuen wir uns auf ein geplantes Gespräch mit dem Videodesigner Ian MacIntosh.
Der Höhepunkt des Projekts ist schließlich der gemeinsame Besuch der Premiere am 18. April.
